Geschichte, Politik und GeWi

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Geschichtswettbewerb

Gewonnen!

Gewonnen! Das hatte einen Preis verdient – Auszüge aus der Wettbewerbsarbeit Anna-Viviane Legat (OIIIc) hat 2018/19 auf Bundesebene einen zweiten Preis beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

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„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten!“(*), ist ein treffendes Dictum dafür, dass man sich, um konstruktive Politik zu betreiben und politisch gebildet zu sein, in der Geschichte auskennen muss.

In unserem Fachbereich Geschichte/Politik hat sich in den vergangenen Jahren strukturell aufgrund senatsseitiger Vorgaben einiges verändert. 

Zum Einen wurde auch bei uns in Klasse Sexta und Quinta das Fach GeWi (= Gesellschaftswissenschaften) implementiert. Es umfasst Inhalte aus den Fächern Geschichte, Politik/Sozialkunde und Geographie und wird von Kolleg*innen unseres Fachbereiches wie auch des FB Geographie unterrichtet. Die Schüler*innen begegnen hier z. B. unter der Fragestellung „Wasser – nur Natur oder in Menschenhand?‟ einem Thema mit Blick auf das alte Ägypten genauso wie der Erforschung von Küstenformen oder der Diskussion darüber, wem Trinkwasser gehören kann oder darf.

Eine weitere, etwas jüngere Veränderung: Das Fach Politische Bildung wurde als eigenständiges und versetzungsrelevantes Fach für die Mittelstufe eingeführt; wie in GeWi bestreiten Geschichts- und Geographielehrende den Unterricht. Von Themen wie „Migration‟ über „Recht‟ und „Demokratie‟ bis hin zur „Europäischen Union‟ erstrecken sich die Inhalte. Das Heranführen an ein eigenständiges begründetes politisches Urteil steht dabei sukzessive vertiefend im Fokus. So sind die Schüler*innen schließlich in der Lage, gut gerüstet in der Qualifikationsphase das Angebot eines Leistungskurses Politische Wissenschaften zu wählen oder zumindest einen Grundkurs zu belegen.

Die mehr historisch Interessierten wenden sich verstärkt dem Fach Geschichte in Form des LK Geschichte zu, während alle angehenden Abiturient*innen in den ersten beiden Semestern je einen Grundkurs in Geschichte besuchen müssen. Wegen der thematischen Relevanz stehen in diesen beiden Halbjahren die Komplexe „Deutschland zwischen Demokratie und Diktatur‟ bzw. „Die Welt nach 1945‟ auf der Tagesordnung. Sie nehmen damit Inhalte der Klassen Obertertia und Untersekunda wieder auf, während in den Klassen Quarta und Untertertia ein historischer Überblick von der Antike bis zum Kaiserreich geboten wird.

Einen besonderen Akzent für das Graue Kloster setzt der Fachbereich zum Gedenktag für die Opfer des Holocaust alljährlich am bzw. um den 27. Januar. Alle Klassen und auch die Oberstufe sind dann unterwegs in der Stadt und suchen Orte auf, an denen der Entrechteten und Verfolgten gedacht bzw. ihr Schicksal thematisiert wird – sei es z. B. in der Blindenwerkstatt Otto Weidt, an Gleis 17 oder im Jüdischen Museum. Schließlich spielt Gedenken als Teil von Geschichtskultur eine wichtige Rolle und unterstreicht den Gedanken: „Die Geschichte ist kein Club, aus dem man nach Belieben austreten kann.‟(*)

(*) Als Historiker weisen wir für Zitate natürlich die Quelle nach, was für das erste nicht einfach ist: Neben Golo Mann, Konfuzius oder Oriana Fallaci begegnen einem bei der Suche nach dem Urheber dieses Ausspruchs auch die alten Japaner oder die alten Weißrussen! – Nehmen wir es also als allgemein gültigen Satz, der für sich spricht und keines Schöpfers bedarf. Das zweite Zitat stammt von John Major, britischer Premierminister 1990-1997..

P. S.: Wer war der erste deutsche Literaturnobelpreisträger?
Theodor Mommsen (1817-1903), u. a. Professor für römische Altertumskunde an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universtität, erhielt den Preis 1902 für seine „Römische Geschichte‟.
Klostergeschichte auf philatelistische Art
Jubiläumsbriefmarke 1974
Ein anderer Blick auf die eigene Geschichte des Gymnasiums - von philatelistischer Seite
Die Deutsche Bundespost Berlin - aus historischen Gründen nicht identisch mit der Deutschen Bundespost - gab diese Briefmarke 1974 zum Klosterjubiläum heraus.